& Data Science
Projektlaunch: Neue Perspektiven auf deutschsprachige Exilliteratur
5. Mai 2026, von Janis-Marie Paul

Foto: Janis-Marie Paul/UHH
Ein neues Forschungsprojekt widmet sich der deutschsprachigen Exilliteratur aus einer erweiterten, epochenübergreifenden Perspektive. Im Zentrum steht die Frage, wie literarische Texte aus unterschiedlichen historischen Kontexten miteinander in Beziehung gesetzt werden können.
Das Projekt untersucht Verknüpfungen zwischen Texten des Vormärz, der NS-Zeit sowie Literarisierungen des Exils in der Gegenwartsliteratur. Anhand ausgewählter Werke wird gezeigt, wie diese nicht nur historisch verbunden sind, sondern auch durch transnationale Dynamiken geprägt werden, die nationale Erinnerungsnarrative überschreiten.
Zum Auftakt des Projekts findet am 6. Mai 2026 eine öffentliche Veranstaltung mit Lesung statt. Die Autorin Volha Hapeyeva, die derzeit in Deutschland im Exil lebt, liest aus ihrem neuen Roman „Wörterbuch einer Nomadin“. Darüber hinaus präsentiert sie ihren „Exilpoesie-Automaten“, ein künstlerisches Projekt, das neue Zugänge zu Exilerfahrungen eröffnet.
Veranstaltungsdetails
Ort: Berendsohn Lesesaal, Exilbibliothek (Von-Melle-Park 6, Hamburg)
Zeit: 6. Mai 2026, 18:00 Uhr (Lesung ab 19:00 Uhr)
Projektleitung
Doerte Bischoff (Universität Hamburg)
Steffan Davies (University of Bristol)
Esther Kilchmann (Leuphana Universität Lüneburg)
Co-Leitung
Martin Semmann (Hub of Computing and Data Science HCDS)

