Hub of Computing & Data Science
& Data Science
Foto: UHH/Denstorf
23. Juni 2026, von Janis-Marie Paul

Foto: Marten Borchers/UHH
Wie können Gesellschaften besser auf Krisen vorbereitet werden? Welche Rolle spielen Forschung, Technologie und Bildung bei der Bewältigung von Naturgefahren und komplexen Krisenszenarien? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Workshop „Resilience and Disaster Preparedness“, der im Rahmen der European University Alliance EUGLOH an der UiT The Arctic University of Norway in Tromsø stattfand.
Für das Hub of Computing and Data Science (HCDS) und das Forschungsprojekt RESCUE-MATE nahm HCDS-Kollege Marten Borchers an dem internationalen Austausch teil. Gemeinsam mit Expert:innen aus verschiedenen europäischen Ländern diskutierte er aktuelle Herausforderungen im Bereich Krisenmanagement, Katastrophenvorsorge und gesellschaftlicher Resilienz.
Während in Norwegen insbesondere Lawinenrisiken, Energiesicherheit und die Überwachung arktischer Meeresräume im Fokus stehen, beschäftigt sich RESCUE-MATE vor allem mit den Auswirkungen von Hochwasser- und Sturmflutereignissen. Trotz dieser unterschiedlichen Anwendungsfelder wurde im Workshop deutlich, dass viele Herausforderungen universell sind.
Die Teilnehmenden diskutierten verschiedene Ansätze zur Stärkung der Resilienz: technische Lösungen zur Risikoerkennung und Gefahrenbewältigung, regulatorische Maßnahmen sowie die Förderung von Risikokompetenz in der Bevölkerung. Denn wirksame Krisenvorsorge bedeutet nicht nur, technische Systeme zu entwickeln, sondern auch Menschen dabei zu unterstützen, Risiken besser einzuschätzen und in Notfallsituationen angemessen zu handeln.
Ein zentrales Thema war zudem die zunehmende Vernetzung moderner Infrastrukturen. Viele gesellschaftliche Systeme sind heute eng miteinander verbunden. Fällt eine Komponente aus, können Kaskadeneffekte entstehen, die ganze Regionen oder kritische Versorgungsstrukturen beeinträchtigen. Die Vorbereitung auf solche komplexen und teilweise schwer vorhersehbaren Krisenszenarien stellt Forschung und Praxis gleichermaßen vor große Herausforderungen.
Für das RESCUE-MATE-Projekt bot der Workshop wertvolle Einblicke in internationale Perspektiven auf Krisenvorsorge und Resilienzforschung. Die diskutierten Erfahrungen und Lösungsansätze werden in die weitere Arbeit des Projekts sowie in die Forschungsaktivitäten des HCDS und der Universität Hamburg einfließen.
Wir bedanken uns bei EUGLOH und der UiT The Arctic University of Norway für die Organisation und die Möglichkeit zum intensiven fachlichen Austausch.
Weitere Informationen:
• RESCUE-MATE Projekt
• EUGLOH – European University Alliance - Co-Creation Workshop